Schamanismus & Shiatsu

Schamanische Medizin ist eine uralte Heilform, die seit Tausenden von Jahren von indigenen Kulturen auf der ganzen Welt praktiziert wird.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM sind Geister bzw. Seelen Relikte des chinesischen Schamanismus. Diese ätherischen Wesen sind mit bestimmten Körperorganen und diesen zugeordneten Emotionen vereint. So steht z. B. der Geist der Lunge Po für Kummer, Trauer und Ängstlichkeit, und verbindet über die Atmung die Psyche mit dem Körper.

Auch im shintōistischen Japan dienten bis zur Einführung des Buddhismus schamanische Rituale zur Heilung von Krankheiten und der spirituellen Entwicklung.


»Make it happen then let it happen«
Mari Osanai

Ein Mensch wird in tiefere Bewusstseinsebenen geführt und begleitet, um sich von toxischen Kräften zu befreien und um Zugang zu eigenen heilsamen Ressourcen zu finden

Das von den meisten Shiatsu-Therapeutinnen und -Therapeuten im Westen praktizierte Meridian-Shiatsu stellt in Wahrheit eine Sonderform dar. Shintōistische und somit schamanische Elemente werden in diesem Konzept von Shizuto Masunaga (1925–1981) ignoriert, einer Mischung aus Buddhismus mit westlicher Psychologie wird der Vorzug gegeben.

Selbst unter denjenigen, die Erfahrung mit Akinobu Kishis (1949–2012) Seiki haben, wissen nur wenige, dass Kishi an den Schamanismus der ursprünglichen japanischen Tradition anknüpfte und seine Heil- und Behandlungsmethode zunächst Shintō-Shiatsu nannte. Und Katsugen und Yuki – von Haruchika Noguchi (1912–1976) in die Körpertherapie eingebracht – bleiben in der Shiatsu-Praxis nach wie vor meist unbeachtet.

Kursinhalt
  • Schamanismus, Shintō und Shiatsu
  • Das Heilritual
  • Trance und Ekstase
  • Katsugen und Yuki
  • Praktisches Arbeiten und Selbsterfahrung