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In schamanistischen Heilritualen betritt der Mensch tiefere Bewusstseinsebenen, um sich von toxischen Kräften zu befreien und um Zugang zu eigenen heilsamen Ressourcen zu finden.
Auch im Shiatsu ist es unsere Aufgabe, Menschen in einen Raum des Spürens zu führen und zu begleiten, der nicht vom Intellekt bestimmt ist.
- Konditionierungen, Prägungen und Traumafolgen, die unseren Entscheidungs- und Handlungsspielraum bestimmen, unterliegen nicht der willentlichen Kontrolle.
- Selbstheilungskräfte und Kräfte, die uns Vertrauen und Zuversicht schenken, uns in Krisensituationen zugutekommen und dem Leben Sinn geben, entziehen sich immer wieder dem logischen Denken.
Wer eine grundsätzliche Veränderung bzw. persönliche Entwicklung anstrebt, muss das Unbewusste mit einbeziehen.
Das heißt auch, Affekten und Emotionen, die im Alltagsbewusstsein zurückgehalten werden, die Möglichkeit zu geben, zu erscheinen und zu transformieren. Angestaute Energie kann sich entladen – oder sich still in der Tiefe lösen und besser verteilen. Körper, Geist und Seele ordnen sich neu.

»Wenn die Gedanken enden, beginnt das Leben.«
Jiddu Krishnamurti
Kursinhalte
- Die 3 Phasen des Transformationsprozesses (Separation – Transition – Incorporation)
- Gyoki und Yuki (Berührungs- und Atemtechniken) und Katsugen (spontane, unwillkürliche Bewegungen)
- Ergänzende Techniken: Summen, Tönen, Klänge und Mantra-Singen
- Praktisches Arbeiten und Selbsterfahrung
Kursziele
- Erweitere und vertiefe deine Kompetenz, Menschen im Fluss des Lebens zu unterstützen. Das heißt auch, eigene Ängste zu überwinden und dem Entstehen zu vertrauen.
- Erschaffe einen sicheren Raum im Hier und Jetzt und lade dein Gegenüber dazu ein, dir dorthin zu folgen.
- Verlasse den gewohnten Rahmen des eigenen Denkens und wage den Schritt in das Gebiet des Nicht-Wissens.
- Erlebe die therapeutische Wirkung von Shiatsu in Bereichen, die durch kognitive Verfahren nicht erreicht werden können.
- Gewinne ein Mehr an Klarheit und an persönlicher Sicherheit.
Prägende Begegnungen
- Oruç Güvenç (1948–2017) war ein türkischer Musiker, Ethnologe und spiritueller Meister (Sheikh) einer Bruderschaft, die auf den großen Mystiker Rūmī zurückgeht. Oruç weihte mich in schamanistische Trance- und Ekstasetechniken ein, und durch ihn konnte ich mich persönlich von der Wirkung der Altorientalischen Musiktherapie überzeugen.
- Don Eduardo Calderón Palomino (1930–1996) war ein südamerikanischer Schamane, der immer wieder Österreich besuchte. Ich wurde mehrmals zu seinen Heilritualen (Mesae) eingeladen. Don Eduardo fasste die Wichtigkeit von Autonomie, Authentizität und Selbstermächtigung (Self Empowerment) in einem Satz zusammen: »Yo soy, yo hago! – Ich bin, und ich handle!«
- Die von Akinobu Kishi (1949–2012) begründete Behandlungsmethode Sei-Ki (anfänglich: Shintō-Shiatsu) zeichnet sich durch Einfachheit, Ursprünglichkeit und Natürlichkeit aus. Sei-Ki knüpft an den Shintōismus an, wie dieser die Rituale des japanischen Schamanismus fortführt. Kishi ermutigte mich, spezielle Berührungs- und Atemtechniken (Gyoki und Yuki) und spontane, unwillkürliche Bewegungen (Katsugen) in meine Praxis zu integrieren.
Der Besuch des Workshops kann physische und psychische Prozesse in Gang setzen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tragen während des Kurses und danach selbst Sorge und Verantwortung für sich und das eigene Wohlergehen.
